TAS Pumpensteuerung 4.0

Funktionen

Pumpensteuerung

  • Niveausteuerung

  • Fettrandvermeidung     (Zufallsstart)

  • Zuschaltung zweite Pumpe

  • Pumpenauswahl und -umschaltung

  • Zwangspumpen

  • Notbetrieb

  • Bedienung myTAS

Niveausteuerung
Die Steuerung der Pumpe erfolgt über zwei einstellbare Niveauschwellen. Überschreitet das Niveau im Pumpensumpf die Pumpe EIN – Schwelle, wird eine Pumpe gestartet. Sobald die Pumpe AUS – Schwelle erreicht wird, wird die Pumpe wieder gestoppt.

Fettrandvermeidung (Zufallsstart)
Bei Bedarf kann ein zufälliger Start zur Fettrandvermeidung eingestellt werden. Innerhalb des eingestellten Bereichs wird bei jedem Pumpvorgang ein zufälliger Wert ausgewählt, welcher zur Pumpe EIN – Schwelle hinzugefügt wird. D.h. die Pumpe startet dann zufällig innerhalb des eingestellten Bereichs über der Pumpe EIN – Schwelle. Diese Funktion vermindert im Pumpensumpf die Bildung eines Fettrandes im Bereich der Pumpe EIN – Schwelle.

Zuschaltung zweite Pumpe
Wenn es erforderlich ist, kann die Zuschaltung der zweiten Pumpe freigegeben werden. Dabei kann über die zwei Pumpen EIN – Schwelle eingestellt werden, wann beide Pumpen in Betrieb sind. Gestoppt werden beide Pumpen auch bei Unterschreiten der Pumpe AUS – Schwelle.

Pumpenauswahl und -umschaltung
Für diese Funktion kann eine Wartezeit in Stunden eingestellt werden. Wenn für die eingestellte Zeit kein Pumpvorgang ausgeführt wurde, wird eine Pumpe gestartet. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Niveau bisher zumindest 5 cm über die Pumpe AUS – Schwelle gestiegen ist.

Notbetrieb
Zusätzlich zur Steuerung mittels Niveausonde gibt es noch einen Notbetrieb über die Schwimmer MAX-Alarm und Notstart (falls vorhanden). Dabei wird bei Ansprechen des jeweiligen Schwimmers auch die Pumpe gestartet. Bei Abfall des Schwimmers läuft die Pumpe dann für die einstellbare Nachlaufzeit weiter. Falls im Pumpwerk keine Niveausonde vorhanden ist, kann der Notstart-Schwimmer für den Normalbetrieb verwendet werden. Um einen Notbetrieb unabhängig von der Steuerungssoftware zu ermöglichen, sollte im Schaltschrank auch ein hardwaremäßiger Notbetrieb über Relaisverschaltungen realisiert sein.

Bedienung myTAS
Über die Pumpwerksvisualisierung im myTAS-Serviceportal lassen sich alle Parameter für die jeweilige Station einstellen. Außerdem kann die Bedienung folgender Funktionen des Pumpwerks vorgenommen werden:
Abpumpen starten: Über einen Button kann der Pumpvorgang manuell gestartet werden, d.h. wenn das Niveau zwischen EIN- und AUS – Schwelle steht, kann ein Abpumpen bis zur AUS – Schwelle erzwungen werden.
Fernbefehl Pumpe: Über Buttons kann die jeweilige Pumpe manuell bedient werden.
Fern aus: Die Pumpe ist gesperrt.
Fern ein: Die Pumpe wird manuell gestartet.
Keine Vorwahl: Die Pumpe läuft laut Anforderung in der Steuerungssoftware.
ACHTUNG:Da die manuelle Bedienung der Pumpen die automatische Funktionalität überlagert, sollte die Verwendung mit Vorsicht behandelt werden, um Fehlfunktionen der Anlage zu vermeiden.

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Überwachungsfunktionen

  • niveauabhängige Alarme

  • MAX-Alarm Schwimmer

  • Notstart Schwimmer

  • Laufzeitüberwachung

  • Betriebsartschalter

  • Anlaufüberwachung

  • Stromüberwachung

  • Förderleistung

  • Schaltspiele

  • Zuflussüberwachung

  • Warnung Parametrierung  ungültig


niveauabhängige Alarme
Über die vorhandene Niveausonde werden die Störungen Voralarm, MAX-Alarm und Trockenlauf gebildet, wobei die jeweiligen Niveauschwellen einstellbar sind. Diese Alarme dienen lediglich zur Information und haben keinen Einfluss auf die Steuerungsfunktionen. Nur der Voralarm kann, falls erforderlich, einen Pumpenwechsel auslösen.

MAX-Alarm Schwimmer
Bei Ansprechen des MAX-Alarm Schwimmers wird eine haltende Störung gebildet (MAX-Alarm Schwimmer angesprochen). Diese steht so lange an, bis sie über das myTAS-Portal bzw. über die Taste am TAS oder Display quittiert wird. Dies verhindert, dass bei einem Notbetrieb durch den MAX-Schwimmer die Störung bei jedem Pumpvorgang erneut alarmiert wird. Bei Bedarf kann diese Funktion jedoch auch über einen Parameter verändert werden, dass die Störung direkt dem Zustand des Schwimmers folgt, also nicht haltend ist.

Notstart Schwimmer
Bei Ansprechen des Notstart Schwimmers wird ebenfalls eine haltende Störung gebildet (Notstart Schwimmer angesprochen). Diese wird auch erst bei Quittierung wieder deaktiviert, um eine ständige Alarmierung im Notbetrieb zu verhindern. Ist im Pumpwerk keine Niveausonde vorhanden, wird diese Störung nicht gebildet, da der Schwimmer dann im Normalbetrieb die Pumpe startet.

Laufzeitüberwachung
Zur Laufzeitüberwachung kann für die Pumpen eine Wartezeit eingestellt werden. Läuft eine Pumpe länger als die eingestellte Zeit, wird eine Laufzeitüberschreitung gebildet. Erst wenn keine Pumpe mehr angefordert wird, wird die Störung wieder deaktiviert. Bei Bedarf kann diese Störung auch einen Pumpenwechsel auslösen.

Betriebsartschalter
Falls erwünscht, kann ein Alarm gebildet werden, sobald der Betriebsartschalter einer Pumpe nicht auf „Auto“ steht.

Anlaufüberwachung
Wird eine Pumpe über das TAS-Ausgangsrelais gestartet und wird nach einer fix eingestellten Zeit von 20 Sekunden die Betriebsmeldung nicht aktiv, so wird eine Anlaufstörung gebildet. Diese Störung bewirkt ein Umschalten auf die andere Pumpe. Die Anlaufstörung muss über das myTAS-Portal oder über eine Taste vor Ort quittert werden, um die Pumpe wieder frei zu geben.

Stromüberwachung
Bei vorhandener Strommessung wird der jeweilige Pumpenstrom überwacht. Steigt der Strom für die eingestellte Wartezeit über die eingestellte Überstrom-Schwelle, wird eine Überstromwarnung gebildet. Sinkt der Strom der laufenden Pumpe für die eingestellte Zeit unter die eingestellte Unterstrom-Schwelle, wird der Alarm „Trockenlauf (Unterstrom)“ gebildet. Die Überstromwarnung dient nur zur Information und beeinflusst die Steuerungsfunktion nicht. Für den Unterstrom-Alarm kann eingestellt werden, ob er einen Pumpenstopp bzw. Wechsel auf die andere Pumpe auslösen soll oder nicht. Für die Deaktivierung der beiden Alarme (Überstromwarnung, Trockenlauf-Unterstrom) kann außerdem noch eingestellt werden, ob eine Quittierung erforderlich ist oder sich die Störung automatisch zurücksetzt, wenn die Bedingungen wieder in Ordnung sind.

Förderleistung
Ist die Mengenberechnungsfunktion freigegeben, kann die Förderleistung der Pumpe überwacht werden. Dabei wird die aktuelle Förderleistung mit der Nennförderleistung der jeweiligen Pumpe verglichen. Bei Unterschreitung der eingestellten prozentuellen Schwelle wird die Störung „Förderleistung MIN-Warnung“ gebildet.

Schaltspiele
Die Schaltspiele des Pumpwerkes pro Tag können auch überwacht werden. Erreicht der Tageswert (von 00:00 gerechnet) die einstellbare Schwelle, wird die Schaltspielüberschreitung gebildet. Diese wird erst nach Quittierung wieder deaktiviert.

Zuflussüberwachung
Auch eine Zuflussüberwachung kann eingestellt werden, um das Rohrnetz auf Verstopfung zu überwachen. Dabei wird ein Alarm gebildet, wenn für die eingstellte Wartezeit kein Pumpvorgang gestartet wird. Dieser dient zwar nur zur Information, muss aber zur Deaktivierung quittiert werden.

Warnung Parametrierung ungültig
Um eine Fehlparametrierung zu vermeiden, wird bei ungültiger Einstellung ein Alarm gebildet. Dieser wird aktiv, wenn z.B. die Pumpe AUS – Schwelle größer als die Pumpe EIN – Schwelle ist.

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Berechnungsfunktionen

  • Zulaufdurchfluss

  • Förderleistung

  • gepumpte Menge

  • Wirkenergie

  • Schaltspiele

  • Strom letzter Pumpzyklus

Zulaufdurchfluss
Über die Niveauänderung, wenn keine Pumpe in Betrieb ist, kann der Zulaufdurchfluss in l/s berechnet werden. Voraussetzung dafür ist eine korrekte Eingabe der Grundfläche des Pumpenschachts und außerdem eine zylindrische Form des Schachts.

Förderleistung
Zwischen zwei einstellbaren Niveauschwellen wird beim Betrieb von einer Pumpe die aktuelle Förderleistung berechnet. Dabei wird der zuletzt berechnete Zulaufdurchfluss berücksichtigt. Die berechnete aktuelle Förderleistung ist immer ein Mittelwert der letzten 5 Pumpzyklen.

gepumpte Menge
Über die Förderleistung und die Laufzeit der Pumpen wird die gepumpte Menge aufsummiert. Beim Betrieb von zwei Pumpen wird der eingestellte Korrekturfaktor berücksichtigt.

Wirkenergie
Bei vorhandener Strommessung wird über Strom und Laufzeit die benötigte Wirkenergie der Pumpen aufsummiert. Voraussetzung dafür ist eine korrekte Eingabe des cos phi für die Pumpen.

Schaltspiele
Zur detaillierten Auswertung der Betriebsdaten werden auch die Schaltspiele der Pumpen aufsummiert.

Strom letzter Pumpzyklus
Um eine übersichtliche Auswertung des Stromverlaufs zu bekommen, wird für jede Pumpe folgendes berechnet: Nach erfolgtem Anlauf der Pumpe wird für eine bestimmte Zeit ein Mittelwert des Pumpenstroms gebildet. Dieser Wert wird bei jedem Pumpzyklus, oder wenn die Pumpe länger als eine Stunde in Betrieb ist, neu berechnet. Damit erhält man einen zeitlichen Verlauf des Stroms über die Pumpzyklen hinweg und kann z.B. ein Problem an der Pumpe frühzeitig erkennen.

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Sonstiges

  • Einstellungen Niveaumessung

  • Quittierung haltender Alarme

  • Blinkleuchte

Einstellungen Niveaumessung
Für eine korrekte Niveaumessung können Messbereich der Sonde, Offset der Sonde und Behälterhöhe eingestellt werden.

Quittierung haltender Alarme
Um die haltenden Alarme zu quittieren, gibt es folgende Möglichkeiten:
-Button im myTAS-Portal
-Quittiertaste am TAS (ACK)
-Quittiertaste am Bediendisplay

Folgende Alarme sind haltend und werden erst bei Quittierung wieder deaktiviert:
-MAX-Alarm Schwimmer angesprochen – falls eingestellt
-Notstart Schwimmer angesprochen
-Anlaufstörung
-Trockenlauf (Unterstrom) – falls eingestellt
-Überstromwarnung – falls eingestellt
-Schaltspielüberschreitung
-kein Zufluss

Blinkleuchte
Falls erforderlich, kann über einen Ausgang am TAS auch einen Blinkleuchte am Schaltschrank angesteuert werden. Diese beginnt zu leuchten, wenn eine für den Betrieb des Pumpwerks wichtige Störung ansteht. Über die Quittiertaste am TAS oder Display sowie über den Revisionsschalter kann die Blinkleuchte deaktiviert werden.